Mein Kind, ja, so werde auch ich wütend oder gar traurig.
Wann immer eines meiner Kinder leidet, so leide auch ich.
Wütend werde ich über die Falschheit dieser Welt.
So mag sie eine Illusion sein, die geschaffen wurde, um euch abzulenken.
Doch sehe ich eure Falschheit, die ihr voller Stolz wie eine Rüstung tragt.
Eine Mutter, die ihre Kinder quält, doch mit stolzem Lächeln ihrem Nachbarn erzählt.
Ein Vater, der seine Kinder ablehnt, weil sie ihm zu unbequem sind.
Ein Mann, der die Hand gegen seine Frau erhebt, weil er ihre Worte mehr fürchtet wie sie seine Faust.
Eine Frau, die ihren Mann belügt, weil sie seine Fäuste mehr fürchtet wie ihre Wahrheit.
Ein Freund, der einen anderen Freund betrügt.
Ein Bruder, der seinem Bruder nimmt, was nicht ihm gehört.
Eine Schwester, die ihrer Schwester neidet, was ihr nicht zusteht.
Oh die Gräuel eurer Welt.
Kommt zu mir, wenn ihr reuevoll eurer Sünden seid.
Doch belügt mich nicht über eure Täuschungen.
Ich lasse mich nicht täuschen!
Was nützt euer Geld, wenn ihr es nur für euch ausgebt?
Was nützt es, wenn ihr die Kirche besucht, doch in euren Herzen ist kein Platz für mich.
Ihr tragt Habgier, Niedertracht, Wut und Lust in euren Herzen und ruft: Gott, warum bist du nicht da für mich?
Siehe, wie soll ich da sein für einen, der mich nicht in seinem Herzen trägt?
Was nützt ein frommer Mann, der nur fromm ist, wenn er die Kirche betritt?
Doch sobald er diese verlässt, geht er mit dem Teufel mit?
Ich brauche eure Frömmigkeit nicht, euren Verzicht, euren Reichtum nicht, kommt er nicht aus vollem Herzen!
Ich brauche eure Liebe – mehr will ich nicht.
Und wenn ihr mich nicht lieben könnt, so liebt wenigstens euch und euren Partner, eure Kinder, eure Freunde, euren Nachbarn.
Der Teufel kann mich nicht erreichen und auch nicht meinen Sohn.
So straft er mich, indem er meine Kinder straft.
Jedes Licht, das hier erlischt.
Jeder gerechte Kampf, der hier verloren.
Jede Träne, die ungerecht vergossen.
Ja, so leide ich mit euch.
Ich sehe euer Leid und kann es ertragen.
Denn wann immer eine Mutter freudestrahlend ihr Kind im Arm hält.
Wann immer ein Vater seine Kinder schützt.
Wann immer ein Mann seine Frau ehrt.
Wann immer eine Frau ihren Mann ehrt.
Wann immer ein Bruder seinen Bruder stützt.
Wann immer eine Schwester ihrer Schwester hilft.
So sehe ich eure Liebe füreinander.
So sehe ich euren Trost.
Und sehe euren Willen, die Täuschungen zu überwinden.
Und es erfüllt mich mit Liebe und Stolz zu sehen was ihr bewirken könnt.
Und ich sage euch: Ihr seid meine Schöpfung bis ans Ende eurer Tage.
Es gibt kein Leid, auf das keine Liebe folgen kann.
Doch ihr entscheidet wie groß das Leid eurer Mitmenschen wird, wenn ihr euch gegen die Liebe entscheidet.
Wer sich gegen die Liebe entscheidet, entscheidet sich gegen mich.
Wer liebt, der liebt mich.
Mehr will ich nicht.



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